Im Rahmen der damaligen Castrol/Autosport National Rallye Meisterschaft in England wurde die Talbot Sunbeam ti Challenge abgehalten. Mit dieser Serie wollte man jungen Teams und Fahrern die Chance geben, mit geringen finanziellen Mitteln ins Renngeschäft einzusteigen. Sie konnten dort ihre technischen und fahrerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen.
Bernard Unett (1936-2000), seines Zeichens Tourenwagenmeister und Mitentwickler der Sunbeam Lotus Rallye Fahrzeuge, war der Koordinator der Rennserie.
Viele der damaligen Entwicklungsleute der Sunbeam ti Challenge, fanden später ihren Weg in die Werkstatt in Coventry, wo die Sunbeam Lotus Rallye Werkswagen unter der Leitung von Des O'Dell aufgebaut wurden. Dort konnten sie ihre Erfahrungen in das Talbot Werksteam mit einbringen. Für 5000 £ war es möglich, ein konkurrenzfähiges Auto auf die Beine zu stellen. Das Reglement sah hinsichtlich des Motors eine freie Wahl der Nockenwelle und des Krümmers vor. Die Vergaser und das Zündsystem hingegen mussten unangetastet bleiben, ebenso der Zylinderblock und Zylinderkopf. Dafür war der Einbau eines Ölkühlers erlaubt. Dieses Reglement mitsamt seinen Freiheiten und Vorgaben machten es möglich, die Fahrzeuge auf 130-150 PS zu bringen.


Co-ordinator Bernard Unett and race driver Kevin Stones

Bei der Getriebeübersetzung wurde den Teams freie Hand gelassen vorausgesetzt, die originalen Gehäuse wurden beibehalten. Auch ein Sperrdifferential war erlaubt. An der Karosserie hingegen, durfte nichts verändert werden. Die maximale Felgenbreite war auf 7 beschränkt.
Auch beim Fahrwerk ließ man den Teams ein wenig Spielraum, Stoßdämpfer und Federn waren frei wählbar. Bei den Bremsen konnte man sich einbauen was man wollte, dort konnten die Fahrer also einige Vorteile herausholen.
Alles in allem war das Fahrverhalten der Fahrzeuge als gutmütig zu beschreiben. Die Preisgelder betrugen 100£ für den Fahrer, mit den schnellsten Zeiten, 125£ für den Klassensieger und 500£ für den Gesamtsieger.
Die Sunbeam ti Challenge war für junge talentierte Fahrer das Sprungbrett in die Profiliga des Rallyesports.

Vielen Dank an Steve Conry von www.asoc.co.uk